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Nicht passende Sättel zählen zu den häufigsten Ursachen für Rückenprobleme von Pferden, da sie deren Rückenmechanik massiv behindern können. Das Auf- oder Abpolstern der Sattelkissen kann bereits viele Defizite entfernen.

Lassen Sie sich durch uns beraten.

Ab un zu stossen wir auch auf Raritäten, die uns sehr faszinieren. Einige Beispiele dazu finden Sie auf der "Raritäten"-Seite.

Der Pferderücken verändert sich ständig - mit zunehmendem Alter, mit zu- und abnehmender Muskulatur sowie mit zu- oder abnehmendem Gewicht. Ebenso verändern sich die Sattelkissen durch das Reiten. Dies hat zur Folge, dass mit der Zeit die Druckverteilung auf dem Pferderücken nicht mehr stimmt, was wiederum grössere gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Deshalb sollte ein Sattel regelmässig von einer Fachperson überprüft werden. Wir sind darin spezialisiert und übernehmen diese Arbeit gerne. Die Passung des Sattels evaluieren wir vor Ort an Ihrem Pferd und beraten Sie anschliessend über die möglichen Verbesserungen.

Hauptsächlich in folgenden drei Bereichen können wir Ihren Sattel bearbeiten und wieder optimal an die anatomischen Eigenheiten Ihres Pferdes anpassen:

1. Sattelkissen

Durch den laufenden Gebrauch des Sattels komprimieren sich mit der Zeit die Sattelkissen - manchmal an einigen Stellen gar mehr als an anderen. Dies führt unweigerlich zu einem  Satteldruck.
Ebenso ist es manchmal auf Grund der Veränderung der Muskulatur notwendig, die Kissen vorne oder hinten anzuheben. Ein Zitat aus dem Handbuch für Sattler aus dem Jahre 1897 beweist, dass dies bereits vor über 100 Jahren ein Thema war:

“Gewöhnlich wird dieser Zweig der Sattlerei sehr lässig gehandhabt und das liegt hauptsächlich daran, das zur richtigen Handhabung desselben ein genaues Studium und jahrelange Praxis gehört. Ist ein Pferd gedrückt so wendet man sich natürlich an den Sattler, der nicht allein Abhilfe schaffen soll, dass dies nicht mehr geschieht, sondern er soll auch das Polster so einrichten, dass die Druckstelle frei zu liegen kommt, so dass sie, wenn sie durchgerieben ist zur Heilung gelangen kann.”
    
(aus „Vollständiges Handbuch für Sattler, Riemer und Täschner“, hrsg. von Karl Schlüter u. Wilhelm Rausch, erschienen 1897; Edition "Libri Rari", 11. Auflage im Verlag Th. Schäfer, Hannover.)
    
Das häufigste Problem, welches wir antreffen, ist der sog. “Stuhlsitz”: d.h. der Tiefpunkt des Reitergewichtes liegt im hinteren Bereich des Sattels. Dies bewirkt, dass das Pferd den Rücken wegdrückt und dadurch die Bildung von Rückenmuskulatur behindert wird. Demzufolge trägt das Pferd oftmals den Kopf zu hoch. Das jeweilige Aus- oder Zurückbinden des Kopfes kann dann zur Bildung von Unterhalsmuskeln und argen Verspannungen im Rücken- und Genickbereich führen. Folgeerscheinungen: Lahmheiten der vorderen Extremitäten sowie falsches Untertreten der Hinterbeine (nicht zu verwechseln mit dem erwünschten Untertreten, wie es bei Pferden in der Versammlung beobachtet werden kann).

Mittels druckanzeigendem Gel-Pad und geschultem Auge können wir die Unregelmässigkeiten der Sattelkissen erkennen und durch Um-, Auf- oder Abpolsterung Ihren Sattel wesentlich verbessern - Ihrem Pferd zu Liebe.

2. Orteisen (Kopfeisen)

Die Orteisen (Kopfeisen) vieler Sättel sind leider oft zu lang. Diese behindern so das Schultergelenk in der Bewegung und drücken auf die Muskulatur dahinter, was diese verkümmern lässt. Als Folge wird der Druck nicht mehr von diesem Trapezmuskel getragen, sondern geht direkt auf die lange Rückenmuskulatur, welche sich in der
Folge stetig verspannt.
   
Sofern die Beschaffenheit des Sattelbaumes dies erlaubt, können wir diese Orteisen kürzen und so dem Pferd die nötige Bewegungsfreiheit im Schulterbereich wieder geben.

3. Sattelbaum
   
Ist  der Sattel im Widerristbereich generell zu eng, kann in den meisten Fällen eigentlich nur zu einem neuen Sattel geraten werden. Ein Sattelbaum ist sehr starr, und nur sehr selten lässt er sich um einige Millimeter weiten oder abschleifen. Dies kommt auf die Beschaffenheit des Baumes an.
    
Der Holzbaum mit Federstahl (siehe Abbildung), den wir für unsere Masssättel einsetzen, bietet jedoch alle erdenklichen Möglichkeiten bei einer Veränderung des Pferderückens:

- Das Kopfeisen aus Federstahl kann individuell der Ortweite des Pferdes angepasst werden.
    
- Durch die Querstreben, ebenfalls aus Stahlseiten, erhält der Sattel eine optimale Flexibilität (Rückenschonend für das Pferd durch leichte Stossdämpfung).
    
Dieser Sattelbaum wird schon seit mehreren Jahrzehnten eingesetzt. Immer wieder wurde er im Laufe der Zeit durch Neuerfindungen verdrängt. Glücklicherweise ging er nie ganz verloren und wird nach wie vor in Frankreich und England hergestellt. Er ist heute noch der Sattelbaum, welcher sich verändern lässt und sich über Jahrzehnte hinweg bewährt hat.

 
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